Jugendverein Ohrange United e.V.

Abenteuer ,, Kreisoberliga‘‘

André Scheidler, 24.06.2019

Abenteuer ,, Kreisoberliga‘‘

Zum Abschluss der Saison 17/18 wurde mir als Trainer eins bewusst und zwar, dass dieses Team ein großes Potenzial hat und ich mit dem Team unbedingt eine Klasse weiter oben spielen will. So starteten wir in das Abenteuer Kreisoberliga! Hier trafen wir auf neue spielstarker Gegner die uns in jedem Spiel alles abverlangten. Wir begannen also euphorisch in die Vorbereitung auf die neue Saison. Hier zogen alle Spieler gut mit, auch wenn uns dieser Hitzesommer ganz schön zu schaffen machte, wurde an der nötigen Kondition und Technik gearbeitet. Auch wenn es für mich manchmal ziemlich anstrengend war, alleine über achtzehn Kinder Herr der Lage zu werden, doch hier unterstützte mich Torsten Rabitz des öfteren. Wir konnten auch unser Testspiel gegen Geratal, einen starken Gegner aus dem Ilmkreis mit 3:1 gewinnen. Hier zeigten wir was wir erreichen können.


Nun war die Anspannung auf die Kreisoberliga zu spüren und so starteten wir in unser erstes Spiel. Gegner war mit Treffurt eine völlig unbekannte Mannschaft, die uns das Leben nicht leicht machte. Wir gerieten in Rückstand, doch hielten an unseren System fest und konnten das Spiel, durch Tore von Nils und Julian, in den letzten 10 Minuten noch drehen. Nach dem Spiel war die Freude natürlich rießig, so dass wir uns im Training ordentlich auf das nächste Spiel vorbereiten konnten. Wir fuhren zum Auswärtsspiel nach Waltershausen, wo wir einen Traumstart hinlegten. Wir führten nach kurzer Zeit schon 2:0. Doch leider haben wir die Abwehrarbeit völlig vergessen, so dass wir auch wieder ganz schnell 4:2 in Rückstand gerieten. Unser Ehrgeiz war zu spüren, hier nicht zu verlieren. Kein Team ließ nach, so dass das Spiel nur Unentschieden ausgehen konnte. Wir spielten 6:6, was sicherlich doch als Erfolg zu sehen war.


Lief der Saisonstart noch so gut, kamen wir jetzt in ein kleines Loch! Wir verloren die nächsten beide Spiele gegen Kaltennordheim (1:4) und FC Eisenach (5:3). Im Training arbeiteten wir an unseren Fehlern, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. An einem Freitag Abend, spielten wir dann unter Flutlicht gegen Gumpelstadt. Auf dem kleinen Kunstrasen schafften wir es den Gegner kaum Luft holen zu lassen, so dass wir völlig verdient mit 4:1 gewannen. Im darauf folgenden Spiel erwarteten wir Wacker Bad Salzungen. Wir spielten wie der große BvB und gewannen 10:1. Wer nun glaubte, wir können jeden Gegner schlagen, der irrte. Denn die zwei darauffolgenden Spiele gingen leider in die Hose. War die Niederlage gegen Eintracht Eisenach noch zu verschmerzen, folgte eine Enttäuschung gegen Wacker Gotha. Hier verloren wir leider durch ein Tor in der Nachspielzeit unglücklich mit 1:2.


Das Fazit in der Hinrunde war trotzdem positiv . Wir nahmen uns einiges für die Hallenturniere vor. Wir starteten in die Kreismeisterschaft und gingen in Ruhla an den Start, wo wir auch unsere Vorrunde souverän gewannen und uns damit für die zweite Runde qualifizierten. Diese startete zum Geburtstag des Trainers in Friedrichroda. Das Team wollte mir ein schönes Geschenk machen, in dem man ins Finale einziehen wollte. Doch leider ging das völlig schief und wir worden nach extrem schwacher Leistung verdient Letzter. Doch in den folgenden Turnieren ging die Kurve wieder nach oben. Wir belegten im Turnier bei Lok Erfurt einen vernünftigen fünften Platz. In Friedrichroda wurden wir zweiter und in Ruhla gewannen wir das Turnier. Beim eigenen Turnier in der Goldberghalle gingen wir mit zwei Teams an den Start. Wir belegten einen super Ersten Platz und einen überraschenden dritten Platz. Nils konnte sich noch den Pokal des besten Torschützen abholen.


Wir bereiteten uns auf die Rückrunde entschlossen vor, wo wir noch einiges erreichen konnten. Nach dem Auftakt Sieg gegen Treffurt folgten leider drei zum Teil bittere Niederlagen (Waltershausen, Kaltennordheim und                 FC Eisenach). Doch wir konnten uns wieder steigern und holten aus den letzten vier Spielen noch drei Siege            (Gumpelstadt, Bad Salzungen und Wacker Gotha), so dass wir noch auf 22 Punkte kamen, was am Ende Platz fünf bedeutete.

Doch das absolute Highlight war der Pokal. Hier haben wir uns selbst übertroffen und schafften es ins Endspiel. Waren die ersten drei Runden noch souverän gegen Molchleben, FC Eisenach 2 und gegen Behringen so worden die Nerven bis auf das äußerste strapaziert. Im Viertelfinale hatten wir unser erstes Heimspiel im Pokal gegen       FC Eisenach. Durch absoluten Wille und Einsatz gewannen wir durch das Tor von Marlene am Ende mit 1;0. Der Jubel war grenzenlos. Doch wir wussten das im Halbfinale ein starker Gegner kommt und wir 120%geben müssen um zu gewinnen. Mit Kaltennordheim wartete ein echter Brocken auf uns. An diesem Tag boten wir eine Teamleistung ab, die seines gleichen sucht. Jeder hat sich in Schüsse geworfen oder ist gesprintet auch wenn der Körper schmerzte. Wir schafften es, dass es nach 60 Minuten noch 0:0 stand! Wir sammelten in der kurzen Pause noch mal die letzten Kräfte und motivierten uns im Kreis bis in die Haarspitzen. Doch leider gerieten wir eine Minute nach Anpfiff in Rückstand, wir wussten das wir heute unschlagbar sind. Durch die letzten Kräfte machten wir noch einmal richtig Druck auf den Gegner und konnten durch Basti den Ball erobern. Basti spielte auf
Marlene und sie schob zum Ausgleich ein. Jetzt hieß es nur noch zu verteidigen, welches wir auch schafften.         Im Elfmeterschießen wollten wir nicht verlieren und das mussten wir auch nicht, denn Tim hielt zwei Neunmeter. Bei uns trafen Lino, Torben, Julian, Emil und Jan, was bedeutet wir schafften die Sensation und zogen ins Finale ein. Vor vielen Fans bejubelten wir den Finaleinzug.
Im Finale trafen wir auf Eintracht Eisenach, ein Team welches seid über 70 Spielen nicht mehr verloren hat. Aber dennoch erhofften wir uns was, den wir wußten, dass auch wir erst einmal geschlagen werden mussten. Leider waren wir zu nervös und verschliefen die erste Halbzeit komplett und lagen leider mit 4:0 hinten. Wir konnten  durch Torben noch einmal verkürzen, am Ende verloren wir mit 1:5. Was am Anfang schmerzte, wurde schon nach kurzer Zeit in Stolz auf das erreichte umgewandelt, so dass ich heute beim schreiben des Berichtes noch Gänsehaut bekomme.


Fazit der Saison ist durchweg positiv auch wenn wir ein paar Punkte unnötig haben liegen lassen.


Quelle:C. Fey